Schluckstörungen (Dysphagie)

Schluckstörungen (Dysphagie):

Der Mensch schluckt täglich zwischen 580-2400 mal. Circa 50 Muskelpaare sind an diesem komplexen Vorgang beteiligt, teilweise willentlich, teilweise reflektorisch.

Bei Schluckstörungen (Dysphagien) sind die Nahrungs- und/oder Flüssigkeitsaufnahme und häufig auch das Schlucken von Speichel eingeschränkt oder nicht mehr möglich. Dies erfordert bei schweren Schluckstörungen die vollständige Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz, bei mittelgradigen und leichtgradigen Schluckstörungen eine Anpassung von Konsistenzen (z.B. pürierte Kost, Eindicken von Flüssigkeiten), um ein sicheres Schlucken zu ermöglichen und Komplikationen, z.B. Aspirationspneumonie (Lungenentzündung) zu vermeiden.

Logopädinnen/Logopäden führen zur Abklärung der Schluckfunktion eine klinische Schluckuntersuchung durch und empfehlen gegebenenfalls eine weitere, diagnostische Abklärung (z.B. FEES- Funktionelle Endoskopische Evaluation des Schluckens). Wenn es bereits Untersuchungsbefunde des Schluckaktes gibt, bringen Sie diese beim Erstkontakt der Logopädin/dem Logopäden mit.

Nach Durchführung der klinischen Schluckuntersuchung werden Nahrungsempfehlungen ausgestellt (z.B. Breikost, Eindicken von Flüssigkeiten, Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz) und therapeutische Maßnahmen geplant, um eine zielgerichtete logopädische Dysphagie-Therapie durchzuführen.

Neurologisch bedingte Dysphagie

Die Ursache liegt in einer Schädigung der Schluckzentren im Gehirn, bedingt durch Schlaganfälle, Hirnblutungen, Schädel- Hirn Traumata oder Neurodegenerative Erkrankungen.

Organisch bedingte Dysphagie

Ursachen können Tumore oder Verletzungen der Schluckorgane sein.