Gesichtslähmung (Facialisparese)

Gesichtslähmung (Facialisparese) bezeichnet eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur, für die es zwei unterschiedliche Ursachen gibt.

zentrale Gesichtslähmung

Die Gesichtslähmung entsteht durch eine Schädigung des Gehirns, z.B. durch einen Schlaganfall. Aktives Bewegen der Stirn und das Schließen der Augen sind möglich. Betroffen ist überwiegend die Beweglichkeit im Mundastbereich.

periphere Gesichtslähmung

Die Ursache liegt in der Schädigung des Nervs durch Verletzungen oder Entzündungen, oder aus unbekannter Ursache (Idiopathische Facialisparese) Betroffen ist (meist nur) eine Gesichtshälfte, d.h. die Stirn kann nicht bewegt werden, das vollständige Schließen des Auges der betroffenen Seite ist nicht möglich und auch im Mundastbereich zeigt sich keine, oder kaum Beweglichkeit.

In der logopädischen Therapie kommen tonusregulierende und aktivierende Maßnahmen zum Einsatz. Bei peripheren Facialisparesen ist das Vermeiden von Synkinesien (Mitbewegungen der „gesunden“ Gesichtshälfte) ein wichtiges Therapieziel. Aktive Gesichtsübungen werden, vor allem bei peripheren Facialisparesen, erst bei Besserung der Gesichtsspannung und erster Beweglichkeit mimischer Muskeln angeboten.

Durch eine Facialisparese können auch die Nahrungsaufnahme (Nahrungsaustritt aus dem Mund, Hängenbleiben von Speiseresten in den Wangentaschen) und das Sprechen erschwert sein.